HORCH 853 A Sport-Cabriolet

Statussymbol der "Reichen und Schönen"

Nur 397 mal gebaut: Horch 853 A Sport-Cabriolet. Bild: © Classic-Car-Revue / Heiko Feld
Nur 397 mal gebaut: Horch 853 A Sport-Cabriolet. Bild: © Classic-Car-Revue / Heiko Feld

Von 1935 bis 1940 produzierte Horch verschiedene Fahrzeuge der Typenreihe 850 mit einem Reihenachtzylindermotor mit knapp 5 Litern Hubraum.
Darunter auch das hinreißend gezeichnete Sport-Cabriolet 853 und den Nachfolger, das hier gezeigte Sport-Cabriolet 853 A, das von 1938 bis 1939 in nur 397 Exemplaren im Horchwerk in Zwickau hergestellt wurde.

 

Im Modell 853 A leistete der Achtzylinder 120 PS bei moderaten 3.600 U/min - das war ausreichend um den 2,6 Tonnen schweren Oberklassewagen auf maximal 135 km/h zu beschleunigen.

Dabei ging der Motor, nicht zuletzt wegen des Antriebs durch eine Königswelle und der 10fach gelagerten Kurbelwelle, sehr geräuschlos zu Werke.

Ein Kraftstoffverbrauch von 22 Litern auf hundert Kilometern war damals Standard bei solchen Fahrzeugen. Der Kraftstofftank im Heck fasste 95 Liter, reicht also gerade für ca. 400 Kilometer.

 

Trotz seiner angeblich etwas kritischen Strassenlage bei hohen Geschwindigkeiten, war das 5,30 Meter lange, repräsentative Sport-Cabriolet seinerzeit bei den "Reichen und Schönen" aus Sport und Film sehr beliebt. Wer konnte auch sonst zu der Zeit 15.250 Reichsmark auf den Tisch blättern?

 

Was für ein Armaturenbrett. Bild: © Classic-Car-Revue / Heiko Feld
Was für ein Armaturenbrett. Bild: © Classic-Car-Revue / Heiko Feld

Sehr edel wirkt nicht nur der Innenraum mit seinen Salonartigen Sitzen und den chromeingefassten Armaturen, sondern auch die Zweifarbenlackierung. Gegen Aufpreis gab es auch eine so genannte "Fischsilberlackierung" - eine frühe Form des Metallic-Lacks.

 

Das 853 A Sport-Cabriolet verfügte serienmäßig über ein vollsynchronisiertes 4-Gang-Getriebe mit einem zusätzlichen Autobahn-Ferngang, der über einen zweiten Schalthebel betätigt wurde.

 

Heute (Stand 2014) liegen die Preisvorstellungen für ein hervorragendes Exemplar bei ca. 1,5 Millionen Euro.